FG047 - Die Frauen der Hohenzollern | Morganatische Ehen
19.12.2024 69 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser weihnachtlichen Episode von Flurfunk Geschichte erfahrt ihr mehr über die morganatische Ehe und diese besonderen Verbindungen im preußischen Herrscherhaus. Gemeinsam mit unserem Gast Michael beleuchten wir die weniger bekannten Liebesgeschichten und die Rolle der "Frauen zur linken Hand".
Morganatische Ehen und ihre Bedeutung
Was bedeutet eigentlich morganatische Ehe? Diese kommen bei nicht standesgemäßen Beziehungen zum Einsatz und schließen potenzielle Nachkommen von der Thronfolge aus. Wir hören von Friedrich Wilhelm III., der nach dem Tod seiner geliebten Luise eine solche Ehe mit Auguste von Harrach einging, und von den gesellschaftlichen Konventionen, die damit verbunden waren.
Das Erbe der Hohenzollern-Linien
Die Geschichten der Frauen in morganatischer Ehe sind vor allem mit einer Gestalt der Hohenzollern-Dynastie verbunden. Wir erfahren von Friedrich Wilhelm II., der als der "viel geliebte" König bekannt war und dessen Lebensstil auch eine Reaktion auf die Mahnungen seines strengen Onkels war. Seine Beziehungen zu Frauen wie der Gräfin Lichtenau und der Gräfin Voss sind einzigartig am preußischen Hof. Die Kinder aus diesen Ehen und Beziehungen, wie die Grafen von Brandenburg und Ingenheim, hinterließen ebenfalls Spuren in der Geschichte.
Weihnachtstraditionen am preußischen Hof
Natürlich darf in dieser Episode zur Weihnachtszeit ein Blick auf die festlichen Traditionen der Hohenzollern nicht fehlen. Wir erfahren, wie die preußischen Könige und Kaiser Weihnachten feierten, von den Geschenken Friedrichs des Großen bis zu den prachtvollen Weihnachtsbäumen im neuen Palais in Potsdam und der Enttäuschung von Kaisertochter Viktoria Luise über das geschenkte Pony.
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Transkript
Wir kommen zu den morganatischen Frauen. Morganatisch klingt ja schon ein bisschen schlüpfrig.
Findest du?
Ich weiß nicht, was morganatisch ist.
Das klingt für mich nach so einer Krankheit.
Oh mein Gott. Mit Krankheiten waren die ja auch geschlagen, diverse Herrscherhäuser.
Also wir werden jetzt herausfinden, was es mit morganatisch auf sich hat und
ob das was mit Weihnachten zu tun hat.
Hallo Solveig.
Hallo Daniel.
Es ist schön, dass du immer noch da bist.
Ja.
Und dass wir mit Micha immer noch hier sitzen. Hallo Micha.
Hallo.
Weil es sich doch gezeigt hat, dass es sehr viel zu erzählen gibt,
also dass vor allem Micha viel zu erzählen hat über preußische Herrscherinnen
und da sind im Verlauf unseres Gesprächs in der vergangenen Folge erstmal auch noch Hallo an euch alle.
Es ist schön, dass ihr da seid und ihr mit uns gemeinsam jetzt Weihnachten feiert,
dass es da neben den Herrscherinnen-Persönlichkeiten auch noch irgendwelche
Morganatischen Frauen gab und dass Luise vielleicht nicht die einzige Liebe
war von König Friedrich Wilhelm III.
Obwohl man ja denkt, nach Luise kann es doch keine mehr geben.
Hat doch so getraut.
Ja, eben. Aber es hat sich ja schon gezeigt bei Maria Carolina seiner Zeit,
dass ihr Ehemann nicht in der Lage war, das Trauerjahr zu überstehen.
Und offenbar sich schon vorbereitet hatte auf die Zeit danach.
Und war Friedrich Wilhelm III.
etwa auch schon vorbereitet, Michael? Hat er schon Ausschau gehalten,
bevor Luise ihren letzten Atemzug getan hat?
Nee, auf gar keinen Fall. Das war eine gewachsene Liebe.
Das war natürlich eine arrangierte Ehe, mir viele andere auch,
aber diese Liebe ist wirklich gewachsen.
Also mit der Zeit ist auch das erste preußische Königspaar, was sich geduzt
hat, also sehr zur Überraschung des Hofstaates.
Sollte ich es gelesen.
Also dass man sehr persönlich miteinander umgegangen ist. Friedrich Wilhelm III.
ist ja auch so eine Person, der nicht dadurch berühmt geworden ist,
dass er eine große Reden halten konnte, weil er bevorzugte den Infinitiv,
also im Gespräch mit den Leuten.
Mir fatal.
Ja, mir fatal, genau. Er mir erklären, ja.
Oh Gott.
Klassik, sehr schön, Gotik, mir lieber.
Das sind so Aussprüche dieses Königs. Das muss aber zwischen den beiden ganz anders gewesen sein.
Also die untereinander müssen die wohl sehr, also die haben aber schon in.
Ganzen Sätzen gesprochen.
In ganzen Sätzen gesprochen, denke ich auch. Und mit Luise konnte man,
also wahrscheinlich hat ihm
an Luise auch gefallen, dass es nicht zu intellektuell war, die Gespräche.
Also der ist nicht gezwungen worden, da irgendwie großartig,
sondern man hat ihn mal als milieugeschädigt bezeichnet.
Das heißt, der ist ja praktisch nicht von seinen Eltern aufgezogen worden,
sondern die Erziehung übernahm ja der Großonkel, also Friedrich II., Friedrich der Große.
Und das war eben ein soldatisches Milieu. Also der ist von Offizieren erzogen
worden und so hat er sich auch benommen und so hat er sich auch bewegt und gehalten,
auch in der Sprache natürlich kurz und kurz.
In Deutsch wahrscheinlich auch nicht so elaboriert und ausgebildet.
Ja, schon eher noch als die Vorgänge, aber auch Französisch natürlich.
Nun muss man aber immer dazu sagen, dass es bei ihm wahrscheinlich noch Ausbildungsfranzösisch
war, bei Luise zum Beispiel nicht mehr.
Luise konnte Französisch nicht schreiben.
Also Luise hat Lautsprache geschrieben.
Sehr sympathisch.
Ich sehe nämlich bei dir hier steht das Buch von Gräfin Malve Rothkirch,
die ja die Briefe der Königin Luise veröffentlicht hat.
Und die hat sich wirklich mit einer Freundin hingesetzt und die Freundin hat
es laut vorgelesen und dann wurde auf Französisch mitgeschrieben,
dass man überhaupt erstmal dass man erstmal wirklich die französischen Worte auch hatte.
Also was da geschrieben stand, war mitunter, jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben,
aber mitunter nicht das, was wir als Franzose, also was von Franzose als Französisch
bezeichnen würde, sondern es war wirklich in der Lautsprache.
Aber sie hat es nicht wirklich in der Schule, sie hatte keine Schule besucht, hatte ja Privatlehrer.
Und die legten zu dieser Zeit nicht so ein großes Augenmerk, also auch darauf.
Ja, und auf die Frage zurückzukommen, ob er, nee, also es hat auch eine Weile
gedauert. Es dauert elf Jahre.
Und der Grund, Und bis Friedrich Wilhelm III. tatsächlich jemand anders findet.
Oder vielmehr, sie wird für ihn gefunden.
Und zwar sind es die Kinder des Königs, die der Auffassung sind,
der ist zu einsam, der ist zu alleine und der braucht Gesellschaft.
Wir können ja immer ab und zu besuchen.
Die waren ja alle schwer beschäftigt.
Wir haben alle Ämter auszufüllen.
Das ist wie so eine Rom-Com.
Eine was bitte? Naja, es ist...
Wie so eine Rom-Com. So, wir suchen für Papa jetzt eine neue Frau.
Genau, genau.
So eine Art und eine Richtung lief es hinaus. Und die Wahl fiel auf eine viel,
viel jüngere Gräfin, nämlich die Gräfin Auguste von Harrach.
Also viele kennen heute Harraroff.
In Tschechien, wo man in die Berge fährt, um Ski zu fahren.
Und diese Familie stammt altem böhmischen Adel.
Das war schon ganz klar, weil es gab so eine gewisse Diskussion darüber,
ob es im Standesgemäß ist. Man kam dann darauf, nein, eben nicht.
Aber eben für eine morganatische Ehe möglich. Und die morganatische Ehe,
das muss man wirklich erklären, was das also tatsächlich ist.
Das war Morgenland.
Ja, man hat Morgenluft geschnuppert. Und zwar ist das eine Sache,
die Melanchthon, also eine Frage der Reformation.
In der Zeit der Reformation wird diese Frage gestellt, nach der Zweitehe tatsächlich,
ob das möglich ist, nach den Bedingungen der Reformation.
Und Melanchthon beantwortet diese Frage für den Landgrafen Philipp von Hessen.
Ja, das geht. Es geht also die Ehe vor Gott, die also geschlossen wird.
Und es gibt die Ehe zur linken Hand, wie man dann so schön sagt.
Also die andere Seite ist ja frei, man hat ja zwei Hände, nicht?
Jeder gesunde Mann hat zwei Hände.
Kann man rechts einen Ring und links einen Ring tragen.
Und das ist aber natürlich eine Eheschließung, die einzig und allein Adligen,
also sprich dem Herrscher vorbehalten ist.
Weil nur die das managen können.
Genau, also das ist die Gründe. Man müsste jetzt Melanchthon nochmal genau lesen.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich habe das nicht getan.
Ich weiß, dass man eigentlich nur dieses Gutachten für Philipp von Hessen schreibt.
Und darauf beziehen sich die Hohenzollern.
Aber es ist schon, um das klarzustellen, der Tod des ersten Partners erforderlich.
Nein, nein, es ist nicht.
Ach so.
Es ist tatsächlich, es geht… Vielweiberei. Zweiweiberei. Okay.
Es ist Zweiweiberei. Es ist in diesem Fall. Nun muss man wirklich da aber auch
dazu sagen, dass es nur einen Hohenzollern gegeben hat in der Geschichte,
der das zeitgleich getan hat. Und das war Friedrich Wilhelm II.
Da werden wir gleich nochmal zu sprechen kommen auf diesen Fall.
Ansonsten haben tatsächlich Hohenzollern morganatisch geheiratet.
Aber immer nur einen Partner oder die Partnerin in dem Fall war dann schon verstorben.
Also das ist nur Friedrich Wilhelm II., der praktisch dieses von Melanchthon
in einem Gutachten verbriefte Recht in Anspruch genommen hat.
Ansonsten ist das also nicht geschehen.
Weißt du denn, was das Wort bedeutet? Oder ist das Latein? Dann wärst du ja
die Anspruchpartnerin.
Ja, das weiß ich nicht.
Nee, ich habe das tatsächlich auch noch nie nachgeguckt, was das heißt.
Also ich kenne das auch nur mit der, also es gibt ja noch den Begriff der Missalliance,
aber ich weiß nicht, ob das das Gleiche meint.
Das meint eher nach Liebschaft oder so. Nee, das ist auch eine Ehe,
die man mit einem Rang niedrigeren schließt.
Ja, okay.
Aber das kommt aus Frankreich auch.
Ja, ja, genau. Also auch Ludwig XIV. hat ja heimlich geheiratet.
Nach dem Tod seiner Frau hat er die Montespan geheiratet.
Ja, Montespan.
Ja, genau. Und es ist ja auch eine Ehe, die geheim gehalten worden ist,
weil sie eben nicht ranggleich war.
Also es gibt auch, und das ist ja auch so wie ohnehin, also was wir,
unsere Vorstellungen sind ja immer so, eine Maitresse sagt man ja immer irgendwie
so, ist ja was ganz Furchtbares und so weiter.
Im 17. und 18. Jahrhundert waren das durchaus wichtige Persönlichkeiten und
wichtige Frauen. Also wir denken mal an die Pompadour oder an andere,
oder wenn wir bei Friedrich Fleming II. an die Gräfin Lichtenau.
Das waren Personen, Damen, die im direkten Zugang zum König hatten und deshalb
durchaus geachtet und geäußert.
wichtige Personen waren und Mätresse zu sein, war eine Entscheidung,
die man getroffen hat, also für sich.
War ja auch ein Titel.
Ein Titel, ja, es war regelrecht ein Titel. Also die Mätresse des Königs in Frankreich zu sein.
Das ist ein Hofamt.
Wie ein Hofamt, so kann man sich das eigentlich vorstellen. Auch kein offizielles
in dem Sinne, aber natürlich mit besonderen Privilegien ausgestattet.
Und eines der Privilegien dieser Personen oder der Frauen, wir reden ja von
Frauen, war der ständige und direkte Zugang zu Monarchen. Und daraus resultierte
natürlich schon eine ganz besondere Stellung.
Klar, also wenn man was wollte, hat man nicht die Königin gefragt,
sondern man es zu dem Interesse kam, weil man wusste, die hatte das Ohr des Königs tatsächlich.
Und deshalb ist das ja, von der Warte ja schon ein ganz anderer Umgang.
Und diese morganatischen Ehen, das hat vor allen Dingen was mit Legitimation
und es funktioniert ja auch nur in protestantischen oder Häusern in dem Fall.
Also in katholischen gibt es das natürlich nicht, logischerweise.
und sie werden dadurch nicht ebenbürtig und auch die Kinder dieser Beziehung
werden nicht ebenbürtig also sie sind ausgeschlossen von der Thronfolge natürlich
von vornherein aber sind Familien und bleiben Familienmitglieder wie gesagt,
wir kommen ja vielleicht noch auf Friedrich Wilhelm II da wird es nämlich ganz
spannend und interessant und wie gesagt, und diese Ehe die Friedrich Wilhelm III.
jetzt also eingeht mit Auguste von Harach die ist von vornherein eben so geplant,
man könnte er gesagt, er heiratet eine Gesellschaftsdame.
Also eine Dame, die ihm Gesellschaft leistet in diesem Sinne.
Das ist oft die Frage, wurde ein Ehevertrag ja abgeschlossen und da ist die
Frage, was denn mit den Kindern aus dieser Beziehung geschehen soll.
Und Friedrich Wilhelm III rückt zurück, fragt, welche Kinder.
Also es ist von vornherein klar, also das ist keine Liebe, ist keine sexuelle
Beziehung, sondern es ist tatsächlich der Wunsch, dass er nicht alleine ist,
dass er da nicht vereinsamt und so weiter.
Zusammen in die Oper gehen.
Ja, zum Beispiel, ja.
Das ist wie bei Franz Josef.
Ja, mit der Schrad.
Die sind da platonisch geblieben.
Die beiden sind tatsächlich.
Doch, also Schrad und Franz Josef sind platonisch geblieben.
Der hatte wen anderes zum...
Aber gibt es da nicht diese Briefe, habe ich gerade erst gehört an Katharina
Schrad, dass sie sich schon mal ins Bett legen soll, weil er wieder keine Zeit hat oder so? Also egal.
Das weiß ich nicht.
Also es gibt auf jeden Fall Äußerungen von Franz Josef, wo er betont hat,
dass er niemals oder also ich glaube mit der Schratt lief eben nie was,
sondern mit anderen. Das haben sich irgendwie mal.
Da gibt es nochmal einen anderen Befreundeten.
Jetzt bin ich mir aber auch nicht mehr so sicher.
Frohe Weihnachten wünschen nach Wien.
Und da können die können ja dem mal nachgehen.
Die können mal nachschauen in der Porzellanfuhre, ob es da noch Briefe gibt, die da eindeutig sind.
Ja und wie gesagt, die hat also die Gräfin Harre ist dann tatsächlich der Fürst
in Lignitz erhoben worden.
Um ihr also eine wichtige Stellung einzuräumen. Die Villa Liegnitz im Park von
Sanssouci ist ja dann ihr Altersruhesitz also auch geworden tatsächlich,
weil sie überlebt natürlich ihren Mann, ganz klar.
Und man hat Residenz genommen, eben nicht in den Wohnräumen von Luise und Friedrich III.
im neuen Flügel im Schloss Charlottenburg, sondern man hat im sogenannten neuen
Pavillon oder Schinkelpavillon, wurde ja auch weitläufig genannt, dann also auch gewohnt.
Sehr schönes Teil.
Ja, wunderschön. Und sie wollte das auch nicht. Sie rangierte hinter allen Damen
des königlichen Hauses.
Das ist eine schissene Rolle eigentlich. Das ist ja noch schlimmer als eine
Mätresse da bei Ludwig. Die geht ja vorne weg.
Und nicht alle Kinder und nicht alle Ehepartner der Kinder haben das also auch gutiert.
Und fanden das also nicht unbedingt gut. Und sie ist auch so behandelt worden.
Es gibt aber immer wieder Momente, wo sie natürlich als die Frau,
sie ist die Frau des Königs, ja, also und als solche wird sie also auch behandelt.
Natürlich gibt es dieses wunderbare Antipendium in Brandenburg an der Havel,
was ja von Schinkel entworfen wird und die Ausführung wird den Prinzessinnen
des Hauses unter Leitung der Grundprinzessin, unserer schon erwähnten Elisabeth,
überlassen und die Fürstin Liegnitz ist daran beteiligt.
Also was ganz deutlicher macht, sie ist Teil dieser Hofgesellschaft natürlich und der Damen,
Aber die muss auch eine sehr bescheidene Person gewesen sein,
die auch gar nicht den Drang hatte, sich da irgendwie so positionieren,
sondern sich wirklich als Gesellschaftsdame des Königs verstanden hat.
Und die haben sich gut verstanden.
Und das war wahrscheinlich auch einer der Gründe. Das hat also gut funktioniert.
Aber wie gesagt, auch das blieb kinderlos, diese Geschichte. Also das ist ganz klar.
Ich finde es so interessant, dass dann, also Morganatisch oder zur linken Hand,
klingt tatsächlich eher so parallel,
so wie du das für den anderen König beschreibst. Also sein Vater.
Und ich verstehe gar nicht, warum man hinterher heiratet. Das reicht auch,
wenn man einen Heiratsvertrag macht und sagt, unsere Kinder sind aber aus der
Erbfolge raus. Mehr ist das ja eigentlich nicht.
Die eigentliche spannende Sache ist ja, die dann bleibt bei den Katholiken auch,
wenn ich hintereinander wegheirate, mit wem bin ich eigentlich nachher im Jenseits, im Paradies.
Da hatte die Luise und musste dann plötzlich mit der Fürsten Liegnitz klarkommen.
Aber macht die Kirche dann nebenbei irgendwie noch so Einträge? Das ist morganatisch?
Naja, ich denke, bei Hans Soller ist es ja immer noch dieser Aspekt, der eine Rolle spielt.
Friedrich Wilhelm III. war Bischof seiner Kirche. Er war auch Bischof.
Und wahrscheinlich, ich weiß nicht, ob man das nachprüfen kann,
aber ich denke, dass es bei ihm auch darum ging, dass es eine moralische Sache auf jeden Fall war.
Also die Luise stand über allen Dingen. Man muss auch überlegen,
es ist folgendermaßen, die Königin stirbt, das ist eine Regel im preußischen
Königshaus, ihre privaten Räume werden verschlossen.
Danach gehen die Hofdamen der Königin in ihre Kleiderkammer und dürfen sich
Stücke aussuchen aus dem Besitz der Königin. Das ist ein ganz üblicher Verlauf gewesen.
Und so weiter. Und Friedrich Wilhelm
macht das genau so, kauft aber alle Kleidungsstücke der Königin zurück.
Also da wird nichts, also gar nichts an diesen, nehmen wir es mal devotional
in der Königin, oder das ist ja schon fast wie Reliquien, wenn man das so versteht.
Er kauft alles wieder den Hofdamen ab. Also nichts überlässt er,
irgendwas, was privat ist von Luise, überlässt er irgendjemanden anders und
will er alles für sich behalten.
Und es muss, ich weiß nicht genau, wie sagt er, das Andenken sehr bewahrt und
es gibt ja diese verschiedenen Darstellungen, wir haben ja vorhin schon gesprochen,
auch von Luise, die ja dann wirklich in das, wie Solberg es schon gesagt hat,
in das Madonnenhafte und in so einen Madonnenkult hinübergehen.
Und so wird ja Luise auch dargestellt.
Das ist ja auch die Darstellung in der Folgezeit, weil sie war ja perfekt.
Also der frühe Tod prädestiniert sie eben auch perfekt zu sein.
Als Mutter, als Landesmutter.
Die hatte keine Zeit, was falsch war. Die hatte keine Zeit, was falsch war.
Sie ist auch nicht hässlich geworden.
Genau, also es passt alles wunderbar. Es war alles noch straff.
Und wenn dann die Dichter des Landes sie noch als Königin der Herzen bezeichnen
und so weiter, ja sie war die Herrscherin des Landes, aber in den Hütten die
Königin der Herzen, dann wird da natürlich ein Bild inszeniert.
Klar, also wenn man es oft genug wiederholt, dann wird es auch glaubwürdig.
Und dieses Königin der Herzen, wissen wir, wird dann für eine andere Frau.
Die sich nicht so moralisch verhalten hat.
Die ist aber auch nicht hässlich geworden.
Auch nicht hässlich geworden, genau der Punkt.
Und sie war auch ganz nett.
Und war ganz nett und eine gute Mutter und hat sich um die Arme gekramt.
Und hat kein Problem gehabt.
Irgendwelche einfache Leute anzufassen.
Ganz genau. Und das ist genau das, was Luise ja auch macht. Also der große Skandal,
den Luise schon auslöst, ist, die steigt aus der Kutsche.
Küssen. So eine Berliner Göre.
Naja, sie war die Tochter des Bürgermeisters von Berlin, die da den Blumenstrauß
überreicht und die nimmt die Herzen in die Arme.
Und wahrscheinlich der halbe Hofstadt war eine Riechsalzflasche,
weil die in Ohnmacht gefallen sind. Was macht die da eigentlich?
Aber es ist ja am Ende, muss man ja auch ehrlich sagen, was ja die Monarchie
auch ein bisschen rettet in der Zeit.
Also dass man in der Zeit, wo das Volk in großer Not ist,
eben nicht die Distanz hat, sondern die Nähe und man spürt halt wirklich und
dadurch auch diese Glaubwürdigkeit, auch der frühe Tod und dann eben die Mutter,
die zehnfache Mutter, die haben 1776 geboren,
die ist 34 Jahre alt geworden, also 1810 gestorben und die hat zehn Kinder,
also lebende Kinder gehabt. Also Schwangerschaften hatte sie mehr.
Also da kann man auch vielleicht verstehen, dass sie sich gut verstanden haben, die beiden.
Und die Kinder kommen ja in relativ kurzer Folge. Also wirklich jedes Jahr, ein Kind ist ja auch da.
Und diese Rolle nimmt sich natürlich wahr. Und die wird auch wahrgenommen als
solch. Auch dass sie die Kinder zu sich nimmt und dass die Kinder bei ihr sind und so weiter.
Und auch diese Verehrung der Kinder dann für die Mutter natürlich.
Eine ernsthafte Verehrung. Und dass das wirklich stilisiert wird bis zum Letzten,
als der Deutsch-Französische Krieg ausbricht.
Am Todestag von Königin Isar kommt die Kriegserklärung.
Als hätte er das bestellt.
Genau, also das ist göttliche Fügung sozusagen. Und diese Frau wird jetzt als
Madonna, als Schutz natürlich über uns stehen. Und die wird uns unterstützen.
Und der Kaiser inszenierte, also der spätere Kaiser inszeniert,
will er erst inszeniert es ja förmlich, indem er sich also dann an diesem Tag,
es gibt ein berühmtes Gemälde.
Genau, von Anton von Wernern.
Genau, von anderen, wo er dann steht an diesem Tag.
Im Mausoleum.
Im Mausoleum und so weiter. Und legt die Kornblume wieder. Die nicht ihre Lieblingsblume
war. Das war seine Lieblingsblume.
Sie mochte Hortensien.
Ihre Lieblingsblume war die Hortensien.
Das ist aber auch etwas, was erfolgreich inszeniert ist, dass jetzt alle denken, die Kornblume ist.
Natürlich, das Kornblumenblaue Kleid. Und es ist Hortensien.
Bitte packt Hortensien.
Blaue, hellblaue Hortensien waren tatsächlich die Lieblingsblumen der Königin.
Gut, aber über Luise ist ja genug gesagt worden.
Aber kurz, nochmal kurzer Einwurf.
In unserer April-Folge.
Ganz kurz, was auch überhaupt gar nicht zum Thema hat, aber was mir gerade so
kam, was ich mich ja auch mal fragen wollte, weil wir ja über die Königin der
Herzen gesprochen haben und die Inszenierung von Herrscherinnen.
Und jetzt haben wir es ja in der ersten Folge schon angesprochen mit den ganzen Sissi-Verfilmungen.
Was ich da ganz spannend finde, ist, dass sie ja jetzt zurzeit auch mit diesen
ganzen Serien und Verfilmungen Kaiserin Elisabeth zu so einer Kaiserin der Herzen machen wollen.
Das ist absoluter Quatsch, weil so war sie nicht.
Aber dass scheinbar dieses Bedürfnis da ist, so eine neue, alte im Grunde,
aber neu so eine Landesmutter zu kreieren.
Ich frage mich, warum? Ja, es ist immer die Sehnsucht danach,
nach Geborgenheit. Nach einer guten Mama, nach einer Mutter.
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, am deutlichsten wird es ja vielleicht an den
Ernst-Marischka-Filmen mit Romy Schneider, diese Trilogie der Sissi.
So schmalzig diese Geschichte inszeniert ist von Vermachtung,
die ist noch am nächsten dran an dieser ganzen Geschichte, noch näher,
also wenn du die Kostüme siehst,
das ist noch näher dran als diese modernen Elisabeth-Verfilmungen jetzt,
die ja wirklich, wie du sagst, nur noch auf diesen Schmalz abzielen.
Da ist ja nichts mehr...
Der Anspruch ist ein anderer.
Die Retterin, also gerade jetzt auch, weil jetzt diese Serie gerade wieder anläuft
und ich mir nur die Trailer angucke,
wo es wirklich nur darum geht, sie ist die Retterin der Verlorenen,
die Mutter der Arbeiterinnen und das ist so absurd, dass man sich diese Frau nimmt.
Ja, also da hätte es andere gegeben, sondern die Kirchenguste.
Die Kirchenguste.
Na, weil sie halt präsent sind, die sind noch sehr präsent in der Sache.
Bei Marischka 50er Jahre ist es, glaube ich, ganz klar, dass die Nachkriegszeit,
der Wunsch nach der Heimatfilm und so weiter, da wird es ganz deutlich.
Und die Sissi war zu belastet, die Luise war zu belastet, deutsch-nationalen.
Genau, und Elisabeth war weit genug weg von der ganzen Geschichte,
aber wie gesagt, ich sage es nochmal, wenn du wirklich die Authentizität nimmst,
also wie das die Darstellung ist, also auch was da passiert,
ist der Marischka mit seinen Sachen noch näher dran als diese Verfilmung heute.
Ja, also wie gesagt, mit viel Schmalz, mit vier schönen Farben und so weiter.
Und es ist halt der Wunsch, es ist scheinbar nach Krisen da und wir leben in
einer Zeit, ich will dieses Wort eigentlich gar nicht benutzen,
aber diese Zeit, die uns in die Einsamkeit getrieben hat, so viele Leute auch wirklich aus dieser,
aus diesem, sagen wir mal, aus diesem Schema dieser Pandemie nicht rausgekommen
sind und wirklich sich einsam fühlen.
Ich glaube, das ist ja auch so eine Sache, die die Familienministerin in Deutschland
jetzt gerade thematisiert hat,
dass diese Einsamkeit in Deutschland, und das hat nichts mehr mit dem Alter
zu tun, sondern generell der Fall ist, dass sowas wirklich so,
das spricht die Leute an auf einmal.
Man ist nicht allein, auch wenn man alleine ist.
Aber das funktioniert doch mit allen Liebesvormanns.
Das funktioniert mit allen Dingen.
Da muss ich ja nicht die Kaiser von Österreich jetzt.
Das ist eine Bekannte, ich meine, geh doch mal durch Wien oder geh doch mal.
Also Elisabeth von Österreich ist
auch über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Das macht ein gutes...
Ich weiß überhaupt nicht, wie wir jetzt einen so weit abgegeben haben.
Nein, genau.
Ich wollte hier nicht... Diese Elisabeth jemals wieder in diesem Podcast erwähnen.
Ich wollte ja auch gar nicht, sondern ich finde es eben nur spannend,
weil eben Micha meinte mit der Königin der Herzen.
Und ich glaube, um das auch zu Ende zu bringen, weil ich bin ja schuld,
dass wir damit angefangen haben. So bringe ich es jetzt auch zu Ende.
Da ist ja auch immer so sehr viel vermeintlicher Feminismus drin verarbeitet.
Also gerade in diesen Sissi-Sachen haben wir zu einem… Das Gegenteil ist ja das Ziel.
Das Ergebnis.
Ja, also ob diese Dame, die sie irgendwie um ihre vermeintliche Freiheit kämpft,
aber gleichzeitig als Königin der Herzen und Landesmutter präsentiert wird.
Also es ist in sich selbst so unstimmig und durcheinander.
Und trotzdem hat es so einen Erfolg. Also ich bin immer wieder baff,
wenn ich mir das angucke.
Ja, wahrscheinlich gehen wir zu logisch daran und das ist unlogisch.
Ich habe einfach kein Herz. Die Luise ist viel stimmiger und eigentlich auch
viel spannender im ganzen Umfeld, das sie da erlebt und erduldet hat.
Aber sie hat natürlich das Problem. Nein, die Echte, Isabel.
Ist auch spannend.
Ach Quatsch.
Aber die Luise hat natürlich das Pech, dass das irgendwie jetzt 100 Jahre fast früher,
und es hat sich halt da so viel deutsch-nationaler Kitsch drübergelegt und noch
viel mehr, wo ihr Bild nachher missbraucht wurde und das, was mit ihrem Mythos
verbunden war, sodass sie einfach nicht mehr läuft.
Also ich glaube, da kann man einfach keine Serie mehr drüber machen.
Lieber über Maria Karolina. Aber wir gehen ja zurück nach Preußen.
Wir gehen zurück nach Preußen.
Und wir gucken uns jetzt die schlüpfrigen Sachen mal an, Weil ich glaube,
Friedrich Wilhelm III mit seiner moralischen Lebensführung und was er mit Luise
da zur Madonna gemacht hat, setzt
sich da sehr stark ab von dem Lebensstil seines sehr barocken Vaters.
Ja, absolut. Und ich glaube, dass sein Lebensstil eine Reaktion auf den Lebensstil
seines Vaters gewesen ist.
Das wird ja auch deutlich in dem Moment, wo der Vater stirbt und er die Geliebte
seines Vaters, die Mätresse seines Vaters, die Greifel Lichtenau,
festsetzen lässt. Also ins Gefängnis.
Das muss man sagen, Friedrich Wilhelm II. Der dicke Lüderjahn,
das ist so sein Attribut.
Der viel geliebt ist auch ein paar Namen.
Aber das ist eigentlich so der einzig richtige barocke Herrscher in Preußen.
Naja, also das ist auch wieder...
Also so wie man sich barock erforscht.
Ich kann das mal aus meiner...
Der könnte auch katholisch gewesen sein.
Der könnte auch katholisch gewesen sein können. Ich denke, das läuft...
Also meine Interpretation, ja, da kann jeder was anderes sagen.
Aber ich meine, der ist von... Es war klar, er wird der Thronfolger.
Friedrich II. hätte lieber seinen Bruder Heinrich gehabt, der zu früh stirbt.
Und der Onkel hält von seinem Neffen überhaupt gar nichts und macht ihm das
auch sehr deutlich und klar.
Und ich glaube, das läuft so ein bisschen nach dem Motto, ist der Ruf erst ruiniert,
lebt sich gänzlich ungeniert.
Also der hat irgendwie gesagt, kannst dem Alten eh nicht recht machen,
dann kann ich da übrigens machen, was ich will, solange wie es geht.
Ich finde es so offensichtlich eine Reaktion. Er macht genau das Gegenteil von dem.
Er macht das, was Friedrich behauptet, was er tut.
Ansonsten ist dieser Friedrich Wilhelm II. ein hochsensibler,
feinsinniger, kunstsinniger Mensch.
Cellist, ein hervorragender Cellist, dem sowohl Mozart als auch Beethoven Stücke
schreiben mit der Solostimme Cello.
Friedrich Wilhelm II. ist der Mann, der Konstanze von Mozart vor dem Hungerturm
rettet, weil er kauft ihr Partituren ab nach dem Tode Mozarts,
um ihr also Geld zukommen zu lassen.
Nirgendwo auf der Welt findet ein Gedenkkonzert statt.
Er lässt es in Berlin für Mozart stattfinden und der Erlös geht an Konstanze von Mozart.
Der hätte Mozart gern gehabt, auch als Mozart war in Potsdam tatsächlich.
Ja, ich weiß, es gibt ein Haus im holländischen Viertel, wo das dann steht.
Wie lange war er da? Eine Woche, zwei Wochen?
Ja, wieso? Wir wissen auch, er hat auch nicht in diesem Haus da gewohnt,
sondern da haben Freunde von ihm gewohnt und er schreibt aus diesem Haus einen
Brief oder Briefe an, besucht die Freunde und,
sendet von dort aus Briefe ab an Konstanz und deshalb war fälschlicherweise
immer diese Adresse genannt.
Der hat in einem Hotel gewohnt, im Stadtzentrum tatsächlich.
Nichtsdestotrotz, der kommt da hin und die Hofmusiker, Teile von den kannten
Mozart aus Salzburg schon, die raten dem König wärmstens davon ab,
die sagen, der macht nur Probleme.
Und am Ende scheitert es tatsächlich der Vertrag an den Forderungen von Mozart.
Also der ist zu teuer, der ist einfach zu teuer.
Und Friedrich Wilhelm II., der schon ein üppiges Orchester unterhält,
also das muss man sich auch überlegen, der hat als Kronprinz bereits ein eigenes
Orchester gehabt. und übernimmt dann das komplette Orchester seines Onkels nach dessen Tod.
Der hat also ein Orchester von über 70 Musikern, also es ist damals bahnbrechend.
Erst die Kriege dann, also die Koalitionskriege gegen Frankreich,
zwingen ihn dann, also dieses Orchester, also die Teile des Orchesters,
also auch zu entlassen aus Kostengründen ganz einfach.
Aber eine Zeit lang ist es wirklich das größte Orchester der Welt,
was also da unter dem preußischen König existiert.
Und der ist wirklich kunstsinnig und feinsinnig. Und wer das wirklich mal sehen
möchte und das begreifen möchte, der geht einfach mal ins Marmorpallee in Potsdam
und wird einfach verstehen, das ist die Welt, in der Friedrich Wilhelm II in
Abgeschiedenheit übrigens gelebt hat.
Da durfte auch keiner mit rein.
Und dazu gehört eben auch zu seinem Leben, Stil gehörte auch feiern.
Dazu gehört, ins Theater zu gehen und nicht nur wegen der Stücke,
sondern vor allem wegen der Schauspielerin oder Tänzerin, die da tätig waren.
Um auch dieses Vergnügen zu suchen.
Und er setzt auch was fort, was es auch schon am Hof Friedrich II.
Und auch an dessen Vater gegeben hat, die sogenannte Mätressenwirtschaft.
Bei ihm wird es deshalb so beeindruckend, weil er mehrere morganatische Ehefrauen
tatsächlich hat. Zwei gleich.
Nacheinander in diesem Falle, aber zur selben Zeit ist er verheiratet, also mit der Königin.
Wer war die denn eigentlich?
Ja, seine, er muss sogar mich ja kurz überlegen.
Das erste Mal.
Frederike Luise von Hessen-Darmstadt ist die zweite Frau, muss man dazu sagen.
Er heiratet zweimal, die erste Ehe,
da kommen wir jetzt zu den schmutzigen Details, die du ja so gerne magst.
In erster Ehe heiratet er seine Cousine ersten Grades. Die hat den schönen Namen
Elisabeth Christine Ulrike.
damit wissen wir auch schon aus welchem Haus sie kommt, nicht aus dem Haus Braunschweig
also auch sie ist wieder eine Verwandte von Maria Theresia in diesem Falle,
aber schon die nächste Generation Schlüpfige Sachen kommen immer aus Österreich also der genau,
also wir wissen ja dass die Frau von Friedrich II.
Elisabeth Christine ihn geheiratet zeitgleich hat Philippine Charlotte,
die Schwester Friedrich II.
den Bruder von Elisabeth Christine also Braunschweiger Das ist ja üblicherweise,
man macht das so, um die Verbindung wirklich eng zu halten.
Und die schaffen es tatsächlich durch das Aufsterben des Braunschweiger Hauses,
also diese Seiten, die die bebern, wird zur Hauptlinie.
Also die Erben, nein, nein, da sind sie Herzog von Braunschweig, also tatsächlich.
Und eben die Tochter von Philippine Charlotte und ihrem Gemahl,
dem Herzog von Braunschweig, eben besagte Elisabeth Christino Ulrike,
heiratet jetzt ihren Cousin,
den preußischen Thronfolger Friedrich Wilhelm, den späteren Friedrich Wilhelm II.
Die guckt sich das eine ganze Weile an, was ihr Mann da so treibt und denkt,
was der Alte kann, kann ich schon lange.
Nein.
Aber sicher doch.
Jawohl.
Aber doch nicht als Königin in Preußen.
Wenn sie ihren Job gemacht hat.
Ja, und naja, der Punkt, sie hat ein Kind bekommen und zwar eine Tochter.
Das ist nicht den Job machen.
Das ist nicht den Job machen, ganz genau. Und diese Tochter,
die wird später die Herzogin von York. Also die heiratete ins englische Königshaus.
Also dann ist er auch ein. Auch gut traditionell, ist ja dieselbe Familie.
Alles Welfen, alles Welfen, alles Welfen. Man bleibt unter sich sozusagen.
So, jetzt ist aber natürlich das Problem da, wenn der Prinz fremd geht und produziert.
Undramatisch. Also dann hat es ja auf die Thronfolge keine Ausbildung.
Aber wem ist die Tochter?
Genau.
Falls er doch noch kommt, der Sohn.
Genau. Also genau, das musste man nun ausschließen. Daraufhin hat man also beschlossen,
dass diese Ehe geschieden wird und back to the center.
Also schickt sie nach Hause.
Nicht ins Kloster.
Ja, zu Hause. Das ist katholisch. Zu Hause hat gesagt.
Sind doch Protestanten.
Ja, aber es gibt doch Stifte. Ja, also Darmstifte. Hätte ein Grabe sein können
oder irgendwas schönes.
Nee, viel besser. Aber sie hat sich doch beschmutzt. Viel, viel besser.
Also die Geschichte ist einfach zu schön.
Also, back to the center geht nicht, weil Familie sagt, also auf philippinisch...
Die wollen wir nicht mehr.
Die wollen wir nicht mehr haben.
Die ist benutzt.
Die ist beschmutz. Genau, also genau. Also unbenutzt zurück wäre okay,
aber das ist alles, geht nicht mehr.
Und Friedrich, der Zweite ist natürlich auch so, manchmal, du hast ja fiese
Möp, aber auf der anderen Seite hat er natürlich auch Verständnis.
Und der hat natürlich gesagt, ganz unschuldig ist er ja auch nicht an der ganzen Geschichte.
Und deshalb hieß es Verbannung. Verbannung fand, also, Also als ich das erste
Mal gehört habe, dachte ich, oh, ist ja schlimm.
Heute würde ich sagen, nee, ist ja gar nicht so schlimm gewesen.
Kommt auf die Verbannung an, wo man hinkommt. Stettih, na Stettih.
Ja gut.
Also eine schöne Stadt damals, also mittendrin im preußischen Königreich.
Eine Stadt mit ganz viel, eine Handelsstadt.
Frische Luft.
Frische Luft von der Ostsee, ja und so weiter. Also wirklich eigentlich gar
nicht so verkehrt. Und Friedrich Gewertz, der armen Frau, die Appanage einer regierenden Königin.
Also die wird wirklich finanziell ausgestattet, eine nette Verbannung,
was Stettin sehr zu Nutzen kommt, denn die macht da richtig Kultur.
Und die hat sich überlegt, also die Scheidung ist glaube ich 1769, 1769.
Und die Dame hat sich vorgenommen, also wenn wir den preußischen Staat schädigen,
dann auf längere Zeit. Die ist 1840 erst gestorben.
Mein Gott.
Die hat also lange, lange, lange dieses Geld kassiert.
Und hat dafür gesorgt, dass Stettin ein Orchester hatte und so weiter,
dass da auch wirklich was passierte und kulturell was passierte.
Also die hat es wirklich und hat dann da ihr Leben, ich hoffe es, genossen.
Offensichtlich auch kein Hausarrest oder irgendwas, was sie eigentlich...
Nee, nee, nee, nee, nee, nee. Also wie gesagt, auch als sie die Möglichkeiten
gehabt hätte, glaube ich, hatte die keinen Bock mehr auf diese ganze Sache.
Ich meine, von der eigenen Familie wirst du nicht zurückgenommen.
Der andere Teil der Familie, naja, die willst du auch nicht unbedingt sehen.
Und in Stettin war sie gemocht. Und war also natürlich gute Dinge.
Ja, genau. Also von der Warte her, denke ich aus, ging es dir gar nicht so schlecht.
Ich fand es so schön, dass sie also bis 1840 durchhält.
So billig kommt ihr mir nicht davon.
Dann musst du ja auch noch super jung gewesen sein.
Die war super jung.
Also gleich direkt. Sofort fremdgegangen.
Jetzt überleumdet du sie nicht auch noch.
Die ist fast 80 geworden. Also wirklich für die Zeit auch. Aber wahrscheinlich,
weil sie einfach keinen Stress hatte mehr.
Also das ist ja wirklich die beste Rolle, die man eigentlich so bekommen kann.
Ja, also wie gesagt, und das ist...
Keine Geldsorgen, kann machen.
Was sie will. Wie gesagt, sie ist auch immer noch nicht so ganz erforscht.
Ich glaube, es gibt wenig Literatur über sie und könnte man...
Das ist noch ein Acker, wo man nochmal ran könnte.
Aber Friedrich von den Zweiten hat ja dann das zweite Mal geheiratet.
Diesmal eben Friedrich Luise von Hessen-Darmstadt.
Die hat weniger Glück.
Naja, Bad Freienwalde, sage ich nur.
Die muss den Job machen.
Die hat den Job gemacht, den hat sie gut gemacht an der Stelle.
Und dann war sie auch raus.
Und dann, ja, ja, ja, die ist auch klar, also die beiden haben sich dann bei
offiziellen Sachen natürlich getroffen und ansonsten hat sie sich ein Schloss
in Bad Freienwalde bauen lassen. Das ist später von Rathenau übernommen worden.
Also es war eine der Häuser, die von den AG-Gründern übernommen worden ist und
der spätere Reiseaußenminister Walter Rathenau hat unter anderem in Bad Freienwalde
in diesem Schloss, also auch dann gewohnt.
Also die hat natürlich, die kannte ja die Vorgeschichte. Also ich denke,
die hat gesagt, in die Nesseln setzte sie sich nicht und sie mit dem Fakt,
der da da ist. Und wie gesagt, Friedrich Wilhelm II.
hat die langjährige Mätresse Wilhelmine Enke, die spätere Gräfe nicht genau,
natürlich auch die Zeit seines Lebens dabei ist. Und die lebt auch unter diesen Bedingungen.
Also die hat erste und zweite Frau quasi.
Naja, die hat er nicht geheiratet.
Nee, begleitet.
Die Liechtenau ist ja so eine Geschichte, die ist ja die Tochter eines Waldturnisten
aus Wörlitz, also am Dessauerhof tätig war.
Orchester bekannt.
Ja, wirklich so, kann man so sagen. Also ihr Vater. Der war musisch interessant.
Den Musen.
Das ist den Musen zugetan, das ist einfach sehr schön. Also man muss sich überlegen,
also der Patenonkel von Wilhelmine Enke, also geborene Enke,
war der Fürst von Anadessau.
Und der hat ja bekanntlicherweise in Börlitz ja auch seine Mätresse gehabt,
die er ja geheiratet hat, für die er das kotische Haus ja auch im Park dann
hatte, wo sie gelebt hat.
Der hat die auch, glaube ich, geheiratet, auch morganatisch, dann letztendlich.
Und die waren, wenn man so will, Friedrich Wilhelm II.
und Leopold waren so auf einer Wellenlänge.
Und jetzt schickt, also wird der, dieser Musiker kommt in das gesagte Orchester Friedrich Wilhelms II.
Zweiten und hat ein Begleitschreiben dabei, eben vom Fürsten und mit der Bitte,
sich darum, die Familie besonders zu kümmern und ihr zu helfen und so weiter.
Das hat er dann auch tatsächlich getan.
Dazu muss man sagen, dass Philamine zu dem Zeitpunkt, wenn man nicht alles täuscht, 14 oder 15 war,
Und selbst Friedrich Wilhelm II. wusste, es ist noch ein bisschen früh.
Wieder so eine Hermine.
Ja, und dann schickt er sie erst mal nach Frankreich und nach Paris zur Ausbildung.
Also die kommt als gut geschulte.
Gut geschulte was?
Naja, was lernt man in Frankreich? Also erst mal die Sprache.
Naja, also sie liebt die Sprache, sie kann die Sprache, sie kennt sich mit Literatur aus und so weiter.
Ist auch wirklich musisch begabt. So Wilhelmine Enck, es gibt ein Problem natürlich.
Jetzt muss man das Problem erklären, warum ist dieses Mädchen am preußischen
Hof da ständig unterwegs?
Nur weil der Vater dann Musiker ist, zählt nicht.
Und jetzt hat Friedrich Wilhelm II. einen Kammerherrn, den Riez.
Und die wird jetzt mit dem Riez verheiratet.
Sodass sie ständig Zugang zum Hof hat. Das ist ganz normal, dass sie da auch
mit unterwegs ist an der Stelle.
Aber dennoch muss man immer so den Schein, man muss ihn scheinwarnen.
Noch ist er ja nicht König, noch ist er ja nur Thronfolger und so weiter.
Und deshalb geht man diesen Weg dann letztendlich. Und als er König ist,
da ist man dann offener. Dann wird die Ehe zwischen Riez und der Enke geschieden.
Und Friedrich Wilhelm II., der ist nämlich schon der Vorgänger,
der würde gerne, jetzt kommen wir wieder, nach Italien.
aber der Lebenswandel dieses König, also erstmal kann er als König nicht mehr
so reisen, so einfach und zum Zweiten, also als Freund von Storff Friedrich hat ihn nicht gelassen,
als König geht es nicht mehr und jetzt überlässt da also der Madame Rietz,
so heißt es denn offiziell, Madame Rietz diese Reise,
also sie soll diese Italien reisen und den macht es also auch und kommt ins
katholische Süddeutschland und da gibt es ein richtiges Problem wer ist bitte
Madame Rietz Ja, das ist niemand. Ja, so.
Also schickt ihr Friedrich Wilhelm II., erhebt sie in den Adelstand,
datiert ihr das Adelsprädikat zwei Jahre oder drei Jahre zurück.
Und es ist die nicht mehr ganz so frisch gebrachene Gräfin liegt in der Augen.
Und der gewährt man, also der macht man auch mal die Tür auf.
Man weiß natürlich, dass es die Mätresse des Königs ist und so weiter,
aber es braucht am Ende noch den Titel, um bestimmte Türen zu öffnen.
Und jetzt kommen wir, da wirst du dich jetzt wieder ärgern darüber.
Der Papst gewährt dir sogar Audienzen oben. Also ich darf sogar zum Papst.
Aber die Päpste damals waren ja auch ein bisschen offener.
Was solche Dinge angeht. Das ist mir alles gar nicht gegangen.
Aber diese Papst-Audienz, darüber brauchen wir gar nicht drüber sprechen,
viel wichtiger ist eine Audienz, die ihr gewährt wird, die sich später auch
an der nachfolgenden Briefwechsel auch noch niederschlägt.
Sie wird nämlich ins Atelier von Angelika Kaufmann eingeladen und wird auch
von Angelika Kaufmann porträtiert und sie kauft Werke von Angelika Kaufmann
und zwar ein ganz besonderes Bild,
eine Zweitfassung eines Bildes, nämlich Jesus und die Samariterin am Brunnen.
Die Erstfassung kauft Ludwig der Erste von Bayern.
Die ist heute in der Pinakothek in München. Die Zweitfassung dieses Gemäldes
hängt im Marmorpallee in Potsdam.
Muss man immer dazu sagen, Erstfassung, Zweitfassung.
Die kauft man, war ja Unternehmerin. Die hatte einen Katalog,
da konnte sich jeder bestellen aus dem Katalog.
Was er gerne wollte.
Und dann hat sie das Bild nochmal und nochmal und nochmal. Wenn es bestellt
wurde, wurde es bestellt.
Und das war in diesem Fall auch so. Und Christus und die Samariterin.
Es ist deshalb so interessant, weil dieses Bild, was in München ist,
bei der Trauerprozession von Angelika Kaufmann in Rom der Trauerprozession vorangetragen ist.
Das ist nochmal eine ganz besondere,
kunstgeschichtlich eine ganz wichtige Sache. Und die Lichtenau kauft,
viele Sachen an. Also gibt es so Korkmodelle der wichtigen Bauten in Rom.
Die sind heute verteilt. Also die gibt es in Dessau, die gibt es in Berlin,
die gibt es in Potsdam und so weiter sind die erhalten geblieben.
Die weiß schon, was sie da tut und wen sie da trifft und was sie da macht.
Und sie sind auch sehr schlau.
Friedrich Wilhelm II. traut nämlich seinem Sohn nicht über den Weg.
Der weiß, wenn er nicht den Schutz wegbekommt.
Dann wird die verjagt.
Und so hat Friedrich Wilhelm II. Zweite. Es gehen Kinder auch aus der Beziehung hervor.
Das ist der Graf von der Mark.
Alexander von der Mark, Schadus.
Wir sind nochmal bei meiner Heimat. Bitte Titel reaktiviert.
Genau, Schadu. Und natürlich das große Werk in der alten Nationalgericht ist
es ja heute dieses Grabmal Alexanders von der Mark.
Das ist schon was ganz Besonderes. Einmal dieser Einfluss auf die Kunstgeschichte, wenn man so will.
Aber man macht es so, dass der Besitz, also alles was die an Besitz hat,
also ein Landbesitz und Immobilienbesitz, wird schon zu Lebzeiten auf die Kinder
übertragen und sie wird als Treuhänderin eingetragen.
Das heißt, als die Verhaftung erfolgt nach dem Tod des Königs 1797,
kann man ihr eigentlich nichts wegnehmen, weil offiziell hat sie nichts.
Das wird auch da mit einer Dame in Ungarn auch so ähnlich.
Und dann hat natürlich Friedrich Wilhelm II.
etwas Hervorragendes getan. Er hat das Werk seines Onkels vollendet und das
allgemeine preußische Landrecht eingeführt.
Und das setzte voraus, dass man einen Ankläger hat, aber auch einen Verteidiger.
Und man musste also vor Gericht den Beweis führen, also den Schuldnachweis führen.
Und nicht den Unschuldnachweis, sondern den Schuldnachweis.
Und die Liste sind aus vor Gericht gestellt worden tatsächlich. Und die Gerichte,
die Veruntreuung, Hochverrat und so weiter,
alle Dinge, die nicht nachweisbar waren, am Ende heißt es im Urteil,
sie habe zum Wohle des Vaterlandes gewirkt, womit also ihr auch die vom verstorbenen
König gewährte Appanage weitergezahlt worden ist.
Also das ist schon so eine besondere Geschichte, die ganz viele Ebenen ja auch
hat, was Rechtsprechung angeht, was die Bedeutung der Mietresse angeht und so weiter und so fort.
Die Kinder, es gibt noch eine Tochter aus der Ehe, die dann nach Frankreich
geht und auch stirbt und die Linie stirbt also damit aus.
Also damit ist es auch beendet, es gibt dann keine weiteren Kinder oder keine
Nachfahren von der Lichtenau. Anders ist es bei den anderen Frauen.
Die Morganatischen.
Die morganatischen, die gab es ja auch noch. Julia von Voss,
das ist wahrscheinlich die bekannteste.
Aber das heißt, entschuldige bitte, da war seine erste Frau erledigt und war
die zweite Frau erledigt. Und morganatisch war ja schon parallel zu der zweiten Ehefrau.
Genau, genau.
Aber das heißt, er hat die Lichtenau als Geliebte plus die Originalkönigin und
dann nochmal morganatisch dazugeheiratet.
Wieso musste das jetzt nicht sein? Plus Tanzen, Tänzerinnen und Schauspielern.
Okay.
Also der viel Geliebte...
Wollte einfach mehr Gesellschaft. Der viel Geliebte bezieht sich darauf.
Ja, also wahrscheinlich darauf. Also viel Geliebte, ich glaube,
viel besser wäre vielleicht der viel Liebende gewesen. Wie sagt man heute?
Polyamorös.
Ja, polyamorös. Also auf jeden Fall. Also der hat es richtig krachen lassen.
Er ist auch nicht so alt geworden. Er hat die 60 Jahre auch nicht erreicht.
Und ich sage immer eine Kerze, die von zwei Seiten gebrannt hat. Also durchaus.
Ja, genau.
Also voll. Ich gönne es ihm. Also er hat bestimmt ein schönes...
Ja, besser mit 60 dann sterben und Spaß gehabt, als dein Sohn dann da so.
Ja, genau. Deswegen meine ich ja diese Reaktion. Der Lebenswandel des Sohnes
war eine Reaktion wahrscheinlich auf diese Lebensweise des Vaters.
Denn das kritisiert er ja auch die ganze Zeit. Und diese morganatischen Ehefrauen,
das ist einmal, also die Julia Voss ist eben die bekanntere von beiden.
Weil da gibt es eine Vorgeschichte. Und zwar, wieder spannend,
wir gehen jetzt an den Hof Friedrich Wilhelms I. und Friedrich des Soldatenkönigs.
Und da gab es schon eine Anbahnung einer Maitressengeschichte und zwar mit dem
Bruder Friedrich des Zweiten, August Wilhelm.
Der hatte sich verliebt in die Gräfin von Pannwitz,
Und da war klar, dass die Familie gesagt hat, nee, also eine Mätresse,
also es wird keine Mätresse und die wird verheiratet mit dem Herrn von Voss. So.
Ja, das kann man ja trotzdem machen.
Also das war also die Gräfin Voss und die Gräfin Voss war die Oberhofmeisterin der Königin Luisa.
Ja stimmt, der kommt nicht so bekannt vor der Name.
Genau. Das ist die, die immer dann so entsetzt war. Die immer so entsetzt war,
war alles, ganz genau. Und die Gräfin Voss wiederum hatte die nicht.
Die Erztheitzug in Sophie in Preußen.
Ja, und die Gräfin Voss hatte eine Nichte, Julie von Voss.
Und die Julie von Voss war mit am Hof von Elisabeth Christine in Schönhausen,
wo auch die Voss ja dann, und so weiter.
Und das hatte zur Folge, dass besagter Friedrich Wilhelm häufiger in Schönhausen war.
Also der Neffe besuchte seine Tante sehr häufig im Schloss.
Ich glaube, weniger wegen seiner Tante, mehr wegen der Voss.
Und das ist alles natürlich.
Du wirst immer auch, ach wie schön, du kommst mit mir so, ich wüsste ja den
jetzt. Wo ist der denn den ganzen Tag?
Es ist schön, dass du mal wieder vorbeikommst. Und das ist natürlich toll,
weil die frühere Partners, die Gräfin Voss, die Oberhofmeisterin der Queen Luise,
natürlich sich jetzt arg erinnert fühlt an diese Zeit, die sie ja selber als Frau erlebt hatte.
Und jetzt aber eben das anders ausgeht, dass tatsächlich diese Ehe schließt,
also diese morganatische Ehe geschlossen wird, also weil man an die Ehrbarkeit,
Die war natürlich undurch,
klar, aber sie war eben dadurch wieder ehrbar, dass sie eben keine Mätresse
war, sondern eine reguläre Ehefrau des Königs oder des Thronfolgers dann und Königs.
Und aus diesen Beziehungen sind auch Kinder tatsächlich hervorgegangen.
Die stirbt dann aber und es gibt noch eine zweite morganatische Ehe,
die dann eingegangen wird.
Aus der Ehe gehen die Grafen von Brandenburg dann hervor, die dann auch, also der eine Sohn,
Die werden ausgebildet an der Ritterakademie in Brandenburg tatsächlich.
Und der Graf von Brandenburg wird auch preußischer Ministerpräsident,
einer der Vorgänger von Bismarck.
Also die Kinder bekommen dann, also die Kinder von der Voss,
die werden die Grafen von Ingenheim.
Die Villa Ingenheim steht heute noch in Potsdam, ist das Militärhistorische
Institut der Bundeswehr.
Also die sitzen da heute drin im Luftschiffhafen in Potsdam.
Also der Graf von Ingenheim und die Grafen von Brandenburg dann,
wie gesagt, die werden dann im Rang, also Ministerpräsidenten immer in den Preußen.
Das heißt, der gegen die Revolution unterschreibt die Urkunde,
wo der König erklärt, warum er die Kaiserkrone nicht annehmen kann.
Jetzt haben wir alle gespoilert, die Flurfunk-Paulski hier hören.
Genau. Also man sieht schon die Bedeutung, also auch dieser Frauen dann sozusagen,
nicht in der Direkten, aber in der Nachfolge dann.
Und das spielt schon, ja, das ist schon denke ich, so eine Geschichte.
Aber es bleibt, wie gesagt, bei Friedrich Wilhelm II., der wirklich diese Morganatische,
also der wirklich zu beiden Händen und plus... Aber er hat ja auch gleich wirklich
für mehrere Generationen das ausgeschöpft.
Was da möglich ist.
Ja, also das ist auch, wie gesagt, das sind ja diese Geschichten,
das geht dann in der Generation, also Friedrich Wilms im dritten Jahr,
da ist es ja nur der Sohn Albrecht, der dann nicht standesgemäß heiratet,
nämlich Rosalie von Rauch.
Und da wird sogar die Verbannung ausgesprochen für diese Frau,
die darf also preußisches Territorium nicht betreten,
was Dresden zugute gekommen ist, denn die wunderbaren Albrechtschlösser auf
den Elbhängen sind heute noch ein schönes Bild dafür, dass Prinz Albrecht dann
also dort auch gelebt hat.
Da gab es auch diese Geschichte halt, also der heiratet Marianne,
also Prinz Albrecht, der Sohn von König Luisa,
heiratet Marianne der Niederlande, da haben wir darüber schon in der ersten Folge ja gesprochen,
dass eben diese oranische Verbindung eben ganz besonders wichtig war und diese
Ehe wird dann also geschieden, wegen dieser Beziehung zu Rosalie von Rauch,
aber auch Marianne heiratet dann glaube ich in Kutscher oder irgendwie sowas,
also unter Stampf geht die dann also auch weiter.
und wie gesagt, das sind auch Familienstränge, die dann auch aussterben,
also die ist dann auch dann, die nicht weiter, die Kinder, die sterben früh oder.
Verheiraten sie oder sterben kinderlos oder wie gesagt, also die,
aber wie gesagt, das sind so diese, diese im 19.
Jahrhundert, also im ausgehenden 18., im Beginn des 19.
Jahrhunderts, wo die Familie der Hohenzollern da etwas anders mit umgeht,
aber immer noch streng, also im Sinne von, wer nicht standesgemäß heiratet,
fliegt raus, ja, der darf seine Pflicht tun am Starte, aber sonst nichts.
Also Albrecht blieb Generalinspekteur der Infanterie.
Also das durfte er weiter. Ich sage mal so schön, der erste Pendler,
denn der fuhr mit dem Zug von Dresden nach Berlin, wo sein Amtssitz ist.
Prinz Albrecht Palais spielt er dann in der Wilhelmsstraße später noch eine
große Rolle als Amtssitz des jeweiligen Reichskanzlers.
Und da hätte Wilhelm II. die Hermine nicht mehr morganatisch heiraten können?
Wann ist denn das noch Das hat doch auch gekommen.
Das hätte doch im 1900 niemand mehr akzeptiert.
Naja, die war ja standesgemäß. Die kam ja aus einem regierenden Haus. Das Reuss-
Ja, jüngere Linie.
Das ist erniedrigend gewesen.
Und die Familie Reuss war auch keine arme Familie tatsächlich.
Die hatten wie auch die Mecklenburger an der Börse spekuliert und hatten gutes Geld aus.
Das ist aber nicht standesgemäß.
Das Haus Mecklenburg-Strelitz, der Herzog von Mecklenburg-Strelitz,
einer der Verwandten sozusagen von König Luise, zählte zu den reichsten Potentaten des Deutschen Reiches.
Wurde er investiert in die Eisenbahn?
Ich glaube ja, also unter anderem. Also wie gesagt, wahrscheinlich,
also der hat Aktien, der hat wirklich richtig Geld.
Und da hat die Familie tatsächlich, also die Mecklenburger oder das Haus Mecklenburg-Street,
das gibt es ja heute nicht mehr in Baden-Street, es ist ja nur noch ein Haus
gestorben und das Gesamthaus existierte heute nur noch.
Die haben erst in den 20er Jahren im großen Börsenkrach sind die in Baden gegangen,
haben das Vermögen verloren.
Dann haben es doch dann die Schaumburg-Lippe besser mit dem Landbesitz.
Schaumburg-Lippe, da sind wir beim anderen Thema, bei einer anderen spannenden Geschichte.
Ach du lieber Himmel.
Ja, und zwar mit der Schwester Wilhelms II.
Das wird jetzt auch so eine ganz tragische Geschichte, weil wir ja immer davon
sprachen, was Ehen oder was Herkunft bedeutet.
Bei Luise ja schon und das ist ja natürlich bei denen auch so.
Die Tochter oder die Schwester von Wilhelm II, die hieß also Viktoria nach ihrer
Mutter und ihrer Großmutter und war angeblich auch eine der Lieblings-Enkelinnen
der englischen Königin, war viel in England, ist da auch aufgewachsen.
Und sich dieser Tatsache immer auch sehr bewusst und sehr stolz darauf,
dass ihre Großmutter die englische
Königin ist. Und sie natürlich aus dem deutschen Kaiserhause stammt.
Und da ging es um die Frage der Verheiratung letztendlich.
Und es war der Battenberger, der als Zar von Bulgarien vorgesehen war in dem
Falle und Sandro hieß in der Familie, Sandro genannt wurde.
Und das ist von Russland sehr unterstützt worden am Anfang, weil man dachte,
okay, da holen wir so einen deutschen Fürstensohn. Das ist ja im Balkan häufiger
passiert dann, auch mit den verschiedenen Leuten.
Und der hat sich dann aber leider zu gut mit den Burgaren verstanden,
die jetzt auf ihre Unabhängigkeit setzten und auch von den Russen nicht weiter
das Diktat wünschten an der Stelle.
Und er verbündet sich also mit den Freiheitskämpfern. Und damit war der also raus aus der Nuba.
Problem war, Viktoria hatte sich in ihn verliebt, in die sich ineinander.
Und wir wollten heiraten.
Und Bismarck ist also eingestritten und hat gesagt, kommt auf gar keinen Fall in Frage.
Damit erzürnen wir Russland so sehr unseren Verbündeten. Das ist also politisch nicht machbar.
Und deshalb also diese Ehe findet nicht statt. Viktoria ist natürlich tief betrübt darüber.
Und jetzt muss man gucken, was findet man für die noch irgendwie.
Und jetzt sind wir dabei. Pass auf, Daniel.
Jetzt wird der jüngere Sohn des Hauses Schaumburg-Lippe. Der wird jetzt also ausgesucht.
Und man nimmst die jetzt. Ja, du nimmst die jetzt und der heiratet die auch.
Der ist aber so ein bisschen kränklich und so weiter.
Man zieht ins, man kauft eine industriellen Villa in Bonn.
Ach, die.
Und zieht also nun in das Palais Schaumburg an.
So heißt es ab jetzt diese Villa dann also auch. Und Viktoria zieht mit ihrem Mann dort ein.
Der ist aber, der wird auch 1914 ins Feld berufen und so weiter.
Und der kränkelt aber so, dass er 1916 schon stirbt.
Sie ist also Witwe, sie ist die Prinzessin von Schaumburg-Lippe,
Der Mann war eben auch niemals für den, also für den ist,
sagen wir als regierender Prinz oder so, der war kein Erbprinz,
dann also nur die zweite Garnitur in dem Falle und jetzt lebt sie da also in
dem Palais Schaumburg in Bonn.
Später, um das zu klären für alle, die das jetzt nichts mehr sagt,
wo dann später Herr Adenauer sein Büro drin hat.
Das war das Bundeskanzleramt, also bis, ich glaube, in die 70er Jahre sogar.
Bevor dieser Bungalow.
Bis der Bungalow gebaut wird, ganz genau.
Ich meine, sie hat Glück, dass sie nicht nach Bückeburg muss.
Ja. Sie bleibt da drin wohnen. Das Palais Schaumburg bleibt erst nur noch in
Residenz und jetzt kommt es,
der Erste Weltkrieg ist zu Ende und die Alliierten kommen also nach Deutschland
und wer hätte es gedacht, das Palais Schaumburg wird für die Briten als Ausgesucht,
als Aufenthalt. Wie praktisch.
Da kommen jetzt also britische Offiziere in das Palais Schaumburg und treffen
dort die Enkeltochter der Queen.
Und sagen, bitte zieh aus, wir brauchen das.
Da unten hat sie es sehr gut.
Oder sie wird nach London verfahren.
Nein, nein, nein. Sie lebt dann da, ist auch so ganz gut.
Aber man kommt in, das Haus Schaumburg kommt auch in, Haus Schaumburg-Klippe
kommt in finanzielle Betriebs.
Und man muss die Villa verkaufen. Und sie muss ausziehen.
Und sie wohnt dann im Hotel.
Und ja, sie ist halt immer relativ unglücklich mit dem Umstand,
die nie auf dem Thron irgendwo gekommen ist, Bulgarien wäre ja noch was gewesen,
und am Ende holt er die Polter, fällt sie auf einen Heiratsschwindler herein.
Oh nein.
Aus Russland kommen, Zubkov heißt der Mann und den heiratet die auch noch und
was sie noch hat, bringt der durch.
In Baden-Baden.
In was, wo auch immer, der geht nachher nach Heren.
Genau, ist auch ein Spielmann.
Und geht dann aber nach Frankreich und so weiter. Also sie ist vollkommen verladen,
aber mit denen verheiratet und am Ende ihres Lebens,
ist die Enkelin von Queen Victoria, die Enkelin von Kaiser Wilhelm I.,
die Schwester Kaiser Wilhelms II., die Tochter Kaiser Friedrich III.
Verkauft ihre Lebensgeschichte an den Bonner Generalanzeiger,
wo es als Fortsetzungsroman in der Zeitung erscheint.
Und sie stirbt dann 1923 vollkommen verarmend und entblößt an Vermögen.
Und als Hürde.
Ich wollte es nicht so sagen. Aber das ist, wie ich finde, auch so eine Geschichte,
wo dieser Zeitenwandel oder dieser Wechsel überhaupt nicht geschafft worden
ist, weil man so verankert war oder ist in der Vergangenheit.
Und Pech gehabt hat, dass es von dem Geld nichts übrig war.
Genau, von dem Geld nichts übrig geblieben ist an der Stelle.
Und auch keine Hilfe von anderer Seite auch irgendwie kam.
Die einzige, die noch, glaube ich, sie ein bisschen unterstützt hatte,
war Luise von Baden, die die Schwester Willems des Ersten ja war,
die ja auch in den 20er Jahren hatte,
die dann noch ein bisschen versucht hat, der Verwandten da zu helfen,
der Großnichte zu helfen.
Aber im Großen und Ganzen war das, es ist eigentlich ein Trauerspiel, eine Trauerbiografie.
Aber auch, wie ich finde, auch so ein, noch mal ganz symbolisch,
noch mal zeigen, also sie betont es ja immer, ich bin die, die Enkeltochter
von, von, von, mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und so weiter.
Also sie zählt ja immer diese Titel und diese hohe und sie selber ist am Ende
dieser Strecke, ihren Schwestern geht es besser.
Die eine wird Königin von Griechenland und so weiter. Also da,
sind andere, die schaffen es auf dem Thron. Nur sie halt nicht.
Und das wird auch, wenn man das Buch liest, das gibt es noch,
kann man heute immer noch kaufen, ist wieder aufgelegt worden vom Bonner Generalanzeige.
Das ist jetzt sehr schön. Man liest halt diese Enttäuschung,
dieser Frau daraus, die auch, ich glaube, eine berechtigte Enttäuschung ist,
wenn man davon ausgeht, was sie sich erhofft oder wünscht.
Oder was ihr vielleicht vermeintlich in die Wiege gelegt worden ist.
Ja, also da hast du dein Schaumburg-Lippe.
Ja, und womöglich kann man das Buch ja als Weihnachtsgeschenk jemandem offerieren,
um nochmal ein bisschen weihnachtliche Stimmung hier reinzubringen.
Ich weiß, die Luise war auf dem Weihnachtsmarkt mit ihrem Mann und hat Berliner
Kinder beschenkt. Gab es sonst noch eine Weihnachtstradition vielleicht.
Die du uns mitgeben kannst? Genau, es gibt mehrere Weihnachtstraditionen tatsächlich.
Eine wird ja gerade wiederbelebt am Humboldt-Forum, wie es jetzt heißt.
Früher war das das selte Schloss.
Tatsächlich ist schon seit dem frühen Mittelalter oder seit dem Mittelalter
bekannt, dass dort diese Märkte stattgefunden haben und dass dort auch das Herrscherhaus
der Hohenzollern auf den Markt gegangen ist, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Auch Wilhelm I.
hat Sachen ausgesucht für die Familienmitglieder, aber auch für den Hofstaat.
Ansonsten gibt es da ganz klassische Weihnachtstraditionen. Friedrich II.
hat seine Geschwister zu Weihnachten beschenkt und wir ahnen bereits,
welche Manufaktur er da besonders bevorzugt hat.
Also die Hausmanufaktur, die KPM natürlich, aber auch Silbergeschenke,
also auch Frühstücksservice aus Silber sind verschenkt worden von Friedrich II.
Wir wissen ziemlich, ja, also Luise, klar, die ist am Weihnachtsmarkt gegangen, hat Sachen gekauft.
Elisabeth, wir haben ja schon über diese segensreichen Wirkungen gesprochen,
der Frau Friedrich Wilhelms IV., die hat es so gemacht, dass sie 100 Kinder,
50 Mädchen, 50 Jungs, aus ihr, von ihr finanzierten oder unterstützten Waisenhäusern
in die Goldene Galerie in Schloss Charlottenburg eingeladen hat.
Die bekam jeder einen Goldtaler als Geschenk, was ja viel war zu der Zeit.
Und sie durften, also die sind da beköstigt worden, da gab es also warme Milch
und Kuchen und die durften da toben.
Also es wird richtig beschrieben, also im Schloss, ja, die durften sich so richtig mal...
Stand da kein Baum vor dem Schloss?
Nee, noch nicht, zum Baum kommen wir gleich. Tatsächlich,
wie gesagt, das war ihr ganz wichtig, also dass diese 100 Kinder da im Schloss
empfangen werden, wurden vor Weihnachten und beschenkt worden sind und beköstigt worden sind,
sodass so ein Tag in ihrem vielleicht tristen Leben in dem Waisenhaus ein bisschen
fröhlicher und glücklicher geworden ist.
Und ansonsten gibt es natürlich diese berühmte Weihnachtstradition im Kaiserhaus.
Ich fand es immer so lustig, weil die Weihnachtsfeiligkeiten bei Berlin II.
fanden halt im Neuen Palais in Potsdam statt.
Und da wurden alte Teppiche aus dem Berliner Schloss geholt,
die sind ausgelegt worden.
Ja, um den Kerzenwachs.
Ja, um den Kerzenwachs, genau, wenn du was sagst, ist ganz richtig,
da brannten dann wirklich Kerzen.
Das hieß, also es gab einen großen zentralen Weihnachtsbaum im Grottensaal des Neuen Palais.
Das ist unter dem Grottensaal?
Unter dem großen Marmorsaal.
Ganz genau. Da, wo die Spitze des Kilimanjaro ist.
Die ist im Grottensaal tatsächlich, genau. Also das ist ja auch eine schöne Geschichte.
Neben den anderen hübschen Städten. Das ist eine andere schöne Geschichte.
Und da ist es tatsächlich so, dass dann für jedes Kind des Kaiserpaares stand
auf der einen Seite, wenn man reinkommt vom Vestibül, auf der linken Seite standen
dann die Bäume für die Kinder. Also für jedes Kind ein einzelner Baum.
Ihre Majestät, die Kaiserin, hat natürlich selbstverständlich mit den Hofdaben
am Tag zuvor die persönlich geschmückt, diese Bäume, versteht sich von selbst.
Für jeden Baum eine Kugel hat gereicht.
Genau, jetzt wissen wir aber, dass der Kaiser ja nicht nur ein Kind,
hatte, sondern er hatte sechs Söhne, eine Tochter und,
also sieben Bäume standen da tatsächlich und wenn jetzt andere Familienmitglieder
kamen, also die Kinder hatten,
wurde auf der gegenüberliegenden Seite jeweils nochmal ein Baum aufgestellt,
sodass also ganz gleichberechtigt jedes Kind dann seinen Weihnachtsbaum dort
also auch hatte und am 24.
Dezember um 16 Uhr fand dann auch dann im Saal die Bescherung statt und besagte
Tochter Viktoria Luise, die spätere von Braunschweig, sind wir wieder bei den
Braunschweigern, die ja auch eine Versöhnungshochzeit, das war ja auch eine
Versöhnungshochzeit tatsächlich,
eine Wiedergutmachung für die Hannoveraner Beutepreußen, das war mal sehr schön
ich hab mal den Pfarrer von, wie heißt das,
Von Salem am Bodensee getroffen, der also das Neue Palais besuchte.
Das ist Salem am Bodensee.
Und sie ist ein Internat, genau, ein Internat, wo also höhere Töchter und Söhne
oder Leute, die es leisten können, an der Privatschule, also auch hingehen können.
Da sind also viele Kinder, unter anderem auch die von Viktoria Luise hingegangen,
also Ernst August und sein Bruder Heinrich und alles interessante Persönlichkeiten.
und genau und er hat sie mal getroffen dort und gefragt, also kaiserliche Hoheit
tatsächlich was dann der schönste Tag in ihrem Leben gewesen sei und dann sagte sie,
das war der Tag meiner Hochzeit, als Preußen mit Hannover wieder versöhnt worden ist.
Ja, also das ist so das ist eigentlich schön an dieser Hochzeit.
Sind das die Filmaufnahmen?
Ja, 1901, natürlich, natürlich.
Die Rute den Linden alle entlang und die Willem für jeden Empfang die passende
Uniform anzog und wo zum letzten Mal alle Herrscher Europas im Fliehenverein sind.
Ein Jahr später sich die Köpfe eingeschlagen. Viel mehr ihre Leute gegeneinander.
Genau, da gibt es ja auch noch eine Frauengeschichte dazu.
Aber wie gesagt, die Weihnachtsfeier fand dann wie gesagt in der Stadtbescherung
um 16 Uhr und danach ging es in den Gottesdienst und so weiter.
und eines Schönen, in einem Jahr freute sich also besagte Viktoria Luise,
denn als die Türen sich öffneten zum Grotten, sahen sie hineintrat, stand ein Pony.
Ein echtes, lebendes Pony für die Prinzessin. Also da war sie.
Die Jungs muss mit so einem Spielzeuggewehr begnügen.
Und das war das Interessante, dass darüber sie sich immer beschwert hat,
weil ihre Brüder lebten ja in Etage über ihr im neuen Palais.
Sie hatte ja die Prinzesswohnung, die ist heute der auch noch gibt,
leider nicht öffentlich zugänglich, obwohl es sehr schnell eingerichtet ist,
Sie war während der einen Ausstellung mal geöffnet und jedenfalls hat sie sich
darüber beschwert, sie hätte ja viel lieber da oben bei ihren Brüdern gewohnt,
die sich immer eine Wohnung teilen mussten.
Immer zwei mussten sich eine kleine Wohnung teilen, sie hatte eine ganze Wohnung,
eine ganze repräsentative für sich natürlich mit ihren Begleitungen und so weiter.
Aber sie hätte lieber das Gewehr bekommen und damit exerziert,
das hat sie mal auch gesagt. Wenn man sie sieht, besonders im Alter,
nimmt man ihr das auch ab.
Also umso älter Viktoria Louise wurde, umso näher, also die Gesichtszüge wurden
immer mehr Friedrich II.
Also wenn man die Altersbilder der Herzögen sieht, dann denkt man immer so,
ja, also da ist ein Gentest nicht notwendig.
Das kann man eindeutig feststellen.
Die Nase ist ja auch.
Die Nase, ganz dominant, ganz genau.
Ich würde auch sagen, ich hatte gelesen, dass die auch so ein ausgeklügeltes
System hatten, um die Kerzen alle nacheinander anzugucken. dass das Teil der
Show war, wenn die da reinkamen, dass sie einen zentralen Leuchter angemacht
haben und dann waren das so Wachsfäden quasi.
Von einer Kerze zur nächsten konnte man erst mal zugucken, wie so von Baum zu
Baum das Licht weiterging.
Ich kann mir das gar nicht vorstellen, die ganze Zeit hätte ich nur Panik,
dass ich hier das Schloss in Brand setze.
Allerschönste muss ja gewesen sein, dass der Kaiser, der hatte eine hervorragende
Bassstimme und der sang auch sehr gerne.
Und dann wurden da natürlich, der Kaiser mit den Kindern und so.
Wilhelm II. Wilhelm II..
Genau. Und dann wurden dann Weihnachtslieder also auch gesungen.
Und das hat der Kaiser sehr, sehr gemocht.
Und ein kleiner Tipp, also wenn man das ja noch jetzt läuft,
wenn ihr das hört, tatsächlich stehen derzeit im Grottensaal im Neuen Palais
wieder Weihnachtsbäume. Das ist also, wenn man da mal vorbeikommt.
Keine Kerzen.
Selbstverständlich nicht, aber immerhin. Ich kann mich eine Zeit dann entsinnen,
das war immer so der Wunsch, dass man das mal wieder macht, diese Tradition
aufleben lässt und das wurde immer nicht gestartet, aber jetzt gibt es da scheinbar
ein Umdenken und seit ein paar Jahren,
es gab eine wunderbare Ausstellung von Krippen aus der Zeit,
also auch mal im Grottensaal,
so Weihnachtskrippen, aber die Weihnachtsbäume stehen jetzt wieder drin,
also wer so weihnachtliche Gefühle im Schloss und mal gucken will, wie es bei Kaisern ist,
empfehle ich das mal da vielleicht da mal vorbei im neuen Palais in Potsdam,
wer nah dran ist, vorbeizuschauen,
den Weihnachtsbaum zu sehen.
Das ist doch mal ein Tipp für die Zeit zwischen den Jahren, die ja eigentlich
meine Lieblingsjahreszeit ist.
Da ist man so im Nichts und kann von allem träumen und sich ganz viele Podcast-Folgen
nochmal anhören, wo man sich vielleicht nicht mehr sicher ist,
habe ich das nicht schon mal irgendwo gehört in einer Folge,
aber was war das noch genau, dann ist das die Zeit jetzt, die ihr nutzen könnt,
zwischen den Jahren, um das Frauenjahr,
nochmal Revue passieren zu lassen. soll, weil wir haben es geschafft.
Es war nur so eine Spleen am Anfang.
Aber tatsächlich haben wir es durchgezogen. Wir haben in diesem Jahr nur Frauen
zur Geltung kommen lassen und eine, die dann herausfand, dass sie eigentlich
ein Mann ist, aber doch einfach dazu gehört.
Und natürlich hat eine Frau aus Italien da ziemlich viel eingenommen,
aber das verdient sie, weil sie überhaupt zu wenig Aufmerksamkeit bekommt in
dieser heutigen Welt, wo alle nur auf eine Kaiserin von Österreich gucken.
Und wahrscheinlich werden uns auch im nächsten und in den folgenden Jahren immer
wieder noch Frauen begegnen. Das lässt sich ja nicht vermeiden.
Könnte auch an meiner Co-Hostin liegen.
Eben, bei mir am Tischler. Dann geht das nicht. Bei anderen geht das schon.
Also wundert euch nicht, falls das neue Jahr euch auch mit einer Frau nochmal begrüßen sollte.
Das heißt nicht, dass wir das nie wieder über Frauen sprechen.
Aber wir haben das Frauenjahr, das Selbstausgerufene auch richtig durchgezogen.
Und wir danken dir sehr, Micha.
Sehr gerne.
Für deinen Besuch bei uns. Wir könnten glaube ich noch drei Folgen voll machen.
Du hast gesagt, dritte Folge ist gebongt. Wann immer wir das eintakteln,
das hängt davon ab, ob ihr auch gerne noch was mehr von Micha wissen möchtet.
Dann schreibt es uns doch an kontakt.flurfunk-geschichte.de oder über einen der sozialen Kanäle.
Und Weihnachten ist ja die beste Gelegenheit, eigentlich Liebe zu schenken.
Und Liebe zu eurem Podcast drückt ihr am besten durch ein Abo aus.
Also gebt uns Herzen, läutet Glocken, was immer da jeweils möglich ist in eurer App.
Oder wir nehmen natürlich auch Geldgeschenke. Wir sind käuflich.
Unsere Liebe ist käuflich. Ich sage es, wie es ist. Und den Link zu dieser Möglichkeit
findet ihr eben auch in den Shownotes.
Solveig, möchtest du uns noch was mitgeben für den Jahreswechsel?
Für den Jahreswechsel? Kommt durch. Habt eine schöne Zeit und erholt euch gut
und kommt zu unserer nächsten Folge zurück.
Und wir wünschen euch alles Gute. Ein hoffentlich frohes Weihnachtsfest.
Und dann hören wir uns sehr bald wieder. Womöglich auch mit Michael.
Das wäre mir eine große Freude. Allen ein gesundes Neues. Kommt gut durch die Feiertage.
Macht's gut. Bis dann.
Tschüss.
Ich musste jetzt das Weihnachtsthema noch reinbringen. Ja, ist doch gut.
Ich wollte dich noch nach der Polen-Connection fragen, warum Willem I.
nicht die polnische Frau heiraten durfte.
Die Radziwill, a, es steht bei mir auf der Liste...
Machen wir die nächste Folge.
Lisa Radziwill steht hier...
Ok, neue Folge.
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